Silvester mal anders

Mittwoch, Januar 2nd, 2008

Nach der Kurzform, jetzt die ganze Geschichte: Aufstehen um 9Uhr (waren wir ja schon gewohnt), in den Nachrichten haben wir schon die ersten camper gesehen und dachten uns, wenn wir warten, bekommen wir garnix von dem Spektakel mit. Also haben wir kurzerhand ein paar (wirklich wenige… zu wenige…) Sachen eingepackt und sind auf den Weg in die Stadt. Natuerlich Richtung Oper, da hat man ja bekanntlich den besten Blick… und auch den meisten Stress, wie sich im Laufe des Tages herausstellen sollte.

So kurz vor 10 Uhr sind wir am Hafen angekommen, nicht gerade die Ersten (die sassen dort schon um 6!) - aber immer hin. Rund um die Oper war abgesperrt und nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip haben wir noch zwei Eintrittsbaendchen ergattert. Glueck gehabt, dachten wir. Aber wir waren wirklich frueh, bis Mittags ist unsere “Partygesellschaft” auf einige Tausend angewachsen.

Also sassen wir an der Oper, mit ein paar Flaschen Wasser, nem Buch und noch ueber 12 Stunden Zeit bis Mitternacht. Mal gerade was zu Essen holen oder woanders hingehen war keine Option - um uns rum befand sich halb Japan und China, die auf jeden Milimeter Platz zur Bruestung geierten. Tobsen hat dann kurzerhand direkt am Hafen Handtuecher gekauft - guenstig, guenstig - und wir haben unser Territorium angesteckt. Das hat dann auch soweit geklappt, dass wir uns fuer 2-3 Stunden in den Schatten der Oper zurueckziehen konnten - immer in Sichtweite der Handtuecher ;-)

Gegen Nachmittag wurde es dann so voll, dass selbst die selbstgesteckten und besonders von Deutschen so geschaetzen Handtuchgrenzen in Gefahr gerieten und wir vor Ort die Plaetze sichern mussten. Nur bloed, dass kein Woelkchen am Himmel stand und uns die Sonne ein wenig zu schaffen machte. Kurzerhand haben wir dann eine Papiertuete und ein Handtuch zu einem fachmaennischen Sonnendach zusammengeknotet und konnten den Rest des Nachmittags aushalten. Wie skurril das ganze ausgesehen hat, zeigen die Fotos. Unkreativ war aber keine Nation. Einige haben richtig mitgedacht und ganze Zelte mitgebracht.

Gegen Abend haben sich Alexander und Melanie (beide aus Hamburg) neben uns eingefunden und wir haben gemeinsam die 4qm erfolgreich gegen den Rest der Welt behauptet. Im Wechsel Bier holen, mit Asiaten diskutieren - Dinge, die man an Silvester eben gemeinsam macht. Betrunken oder gefaehrlich war eigentlich keiner. Alkohol durfte man nicht mitnehmen und das gekaufte Dosenbier war limitiert und wurde schon an der Theke geoeffnet - also nix mit bunkern oder so.

P1000297Ab Mittags wurden die Wartenden mit stuendlichen Flugshows (haha), Bootsparaden, vorbeifahrenden Polizeibooten und einem Kinderfeuerwerk unterhalten. Oder jedenfalls war das so vorgesehen. Gegen 21:30h haben wir uns alle eigentlich nur Mitternacht herbeigewuenscht. Silvester kann ganz schoen anstrengend sein.

P1000317P1000309 Den Rest kennt ihr ja schon. Grosses, fettes Feuerwerk um Mitternacht, leider nur 10 Minuten und nicht wie in der Zeitung versprochen 45… aber das war dann auch egal. Sehr geflasht hat sich die Meute von mehreren 1000 direkt nach dem letzten Boeller auf den Rueckzug gemacht. Der Heimweg hatte dann ein bisschen was von einer Demo. Die Strassen von der Uferpromenade voll mit Menschen und alle scheinbar auf dem Weg in den Stadtkern. Wir sind dann auch direkt Richtung Hotel ab. Silvester hat dieses Mal ueber 12 Stunden gedauert, zwar mit wenig Alkohol, dafuer aber mind. genauso anstrengend wie mit.

Eigentlich waren wir dann am naechsten morgen auch puenktlich zu eurem Jahreswechsel fit, aber die Handynetze waren so platt, dass wir keine Gruesse zeitnah loswerden konnten.

1330MT695_6184_01-01-08 Skywalk

Nuechtern sein mussten wir auch am naechsten Tag, denn wir hatten in 250 Metern Hoehe einen ziemlich windigen Fototermin. Ueber das Ergebnis haben wir beide so gelacht, dass wir es euch nicht lange vorenthalten wollten. Viel Spass damit ;-)

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Am Abend haben wir dann schon fuer NZ gepackt, wo wir aktuell angekommen sind. Zoll und Gepaeckcheck war kein Problem. wir haben nur eine gratis Schuhreininung bekommen und sind ansonsten unbehelligt geblieben. Morgen werden die kommenden Tage geplant. Mal gespannt, wo wir am Ende landen. Die Suedinsel klingt immer verlockender…